FC RUGGELL - Geschichte
1931 bis 1957 - Ein erster Versuch
Bereits im Jahre 1931 fanden sich einige Idealisten zusammen und gründeten auf Initiative der damals in Ruggell bekannten Gebrüder Kaiser einen Fussballclub. Das erste Spielfeld befand sich oberhalb der alten Mühle. Da dieses Feld zu klein war, wurde in der Widau (dem heutigen Standort des Freizeitparks) ein neues Fussballfeld hergerichtet. Dieser Platz wurde im Septemper 1933 eröffnet. Nachdem es damals noch nicht einen dem heutigen entsprechenden Meisterschaftsbetrieb gab, wurden lediglich Freundschaftsspiele ausgetragen. Mangels Unterstützung und fehlenden Mitgliedern wurde im Herbst 1935 der Spielbetrieb wieder eingestellt und der Fussballclub aufgelöst.

Um den Fussballsport war es dann in Ruggell viele Jahre ruhig. Erst in den 50-iger Jahren wurde dieser Sport in Ruggell wieder entdeckt. Auf einer Streuwiese oberhalb der heutigen Mühlegarten-Siedlung wurde in der Freizeit eifrig Fussball gespielt. Der Gemeinderat von Ruggell bildete am 27. April 1957 zur Realisierung eines Sportplatzes ein Komitee, dem Lehrer Johann Büchel, Vorsteher Andreas Hoop und die Schulräte Franz Büchel (Hausnr. 132) und Willi Büchel (Hausnr. 121) angehörten. Wie aus den Protokollen des Gemeinderates entnommen werden kann, wurde am Projekt zügig gearbeitet und so eine wesentliche Voraussetzung für den künftigen Fussballclub geschaffen.

1958 - Die Gründung des heutigen Fussballclubs
Am Sonntag den 9. März 1958 fand im Gasthaus Rössli schliesslich die Gründungsversammlung des FC Ruggell statt. Unter der Leitung von Reallehrer Willi Öhri trafen sich um 12.00 Uhr Mittags 10 Sportbegeisterte und gründeten den FC Ruggell.

Die damaligen Gründungsmitglieder waren: Willi Öhri (Hausnr. 2), Franz Büchel (Hausnr. 36), Franz Kind (Messner), Alois Öhri (Hausnr. 135), Egon Büchel (Hausnr. 25), Willi Büchel (Hausnr. 171), Arnold Heeb (Hausnr. 42), Willi Ritter (Hausnr. 79), Gerhard Öhri (Hausnr. 117), Louis Öhri (Hausnr. 4)

Zum ersten Präsidenten wurde Reallehrer Willi Öhri gewählt. An der selbigen Versammlung wurden auch die Statuten besprochen, welche nach dem Muster des FC Mauren ( dem Vorgängerverein des USV Eschen /Mauren, welcher 1963 gegründet wurde) aufgebaut wurden.

Die 60-iger Jahre - Die ersten sportlichen Ergebnisse
Die erste Saison eröffnete der FC Ruggell mit einer Junioren C Mannschaft, welche offiziell am Liechtensteinischen Juniorenturnier in Triesen teilnahm. Das erste Meisterschaftsspiel fand am 7. September 1958 in Gams statt, wobei die Ruggeller ein beachtliches Unentschieden erreichten. Nachdem drei weitere Unentschieden folgten, feierte man den ersten Sieg am 23. November 1958 zuhause gegen Gams.

Nebst der sportlichen Aktivität befasste sich der damalige Vorstand auch mit der Bekleidung der Fussballer. Um dem Gemeindewappen gerecht zu werden, wurde ein Dress mit gelben Leibchen und blauen Hosen gewählt.

Die Platzeröffnung
Ein erster wichtiger Meilenstein in der jungen Geschichte des FC Ruggell war die Platzeröffnung am 14. Juni 1959. Nebst dem offiziellen Teil wurden zwei Eröffnungsspiele ausgetragen. Im ersten Spiel traten die Junioren C des FC Ruggell gegen ihre Alterskollegen aus Rüthi an und im Hauptspiel der FC Vaduz gegen FC Rankweil. Im Protokoll kann zu diesem Spiel folgendes nachgelesen werden: „Das nun in grossen Scharen herbei geeilte Publikum konnte einen hochwertigen Kampf erleben, wie er im Liechtensteiner Unterland noch nie da gewesen ist".

Die weitere sportlichen Entwicklung
Bereits in der Saison 1959/60 wurde die Meisterschaft erstmals mit einer Aktivmannschaft in der 4. Liga in Angriff genommen. Sehr erfreulich waren dabei stets die vielen Zuschauer bei den Heimspielen. Der Verein entwickelte sich nun zusehends und bereits ein Jahr später nahm eine weitere Mannschaft an der Meisterschaft teil. Interessantes aus den damaligen Jahresberichten: der Mannschaftscapitän wurde jeweils an der Jahresversammlung gewählt! In der Saison 1965/66 nahm dann auch erstmals eine Junioren A Mannschaft am Spielbetrieb teil und verpasste den Aufstieg in die 1. Stärkeklasse nur knapp.

Im Oktober 1963 standen sich sodann die Unterländer Vereine Eschen und Ruggell in einem geschichtsträchtigen Spiel gegenüber. Das harte Spiel endete schlussendlich mit einem klaren Sieg der Ruggeller. Allerdings benötigte Ruggell zu diesem Sieg 2 Eigentore und 3 Elfmeter.

1963 - erstmals im Cupfinal
Nachdem in der ersten Runde die 2. Mannschaft des FC Triesen geschlagen wurde, erreichte man nach einem Sieg gegen die Vaduzer Senioren das Cupfinale am 25. August 1963 gegen Schaan, welches jedoch mit 1:3 verloren ging.

Die 70-iger Jahre
Sportlich sehr erfolgreich startete der FC Ruggell in die 70-iger Jahre. Nachdem der Gruppensieg bereits im Jahre 1969 errungen wurde, errang die Aktivmannschaft auch in der Saison 1969/70 den Meistertitel. In den Aufstiegsspielen zur 3. Liga scheiterte der FC Ruggell jedoch am FC Gams.

Die zweite Mannschaft stellte in der Saison 1969/70 hingegen einen Negativrekord auf, indem sie alle 18 Meisterschaftsspiele mit einem Torverhältnis von 20:95 verlor.

Als fairster und sportlichster aller Liechtensteiner Vereine wurde der FC Ruggell 1970 mit dem Wanderpokal des Liechtensteiner Volksblattes ausgezeichnet.

1972 wurde die Seniorenabteilung des FC Ruggell gegründet
Im vierten Anlauf gelang der ersten Mannschaft 1973 endlich der Aufstieg in die 3. Liga. Nachdem man sich in der Meisterschaft durchsetzen konnte, gewann das Team auch die beiden Aufstiegspiele gegen Buchs und Untervaz und stieg erstmals in die 3. Liga auf. Die Mannschaft wurde damals von Spielertrainer Peter Repolusk betreut. Ebenfalls einen starken Auftritt hatte die Mannschaft im FL–Cup und verlor erst im Finale gegen Balzers mit 1:2.

In der 3. Liga spielte der FC Ruggell in den 70-iger Jahren immer recht gut mit, wobei es aber nie zu einem Spitzenplatz reichte.

Auch im Schweizercup, in welchem die FL Mannschaften damals noch mitspielen konnten, hatte der FC Ruggell manch tollen Erfolg. Erwähnenswert das Jahr 1975, in welchem sie die Zweitliga Mannschaften von Altstätten und Rorschach schlugen und erst in der dritten Runde gegen Triesen ausschieden.

Die 80-iger Jahre
Der Verein konnte Anfang der 80-iger Jahre bereits 8 Mannschaften für den Meisterschaftsbetrieb melden, d.h. schon über 100 Spieler spielten damals für den FC Ruggell.

In dieser Zeit machten auch die Junioren von sich reden, wobei die Junioren A erstmals den Final bei den FL-Landesmeisterschaften erreichten und die Junioren C, D und E verschiedentlich Gruppenmeister wurden. Die Aktivmannschaften waren weniger erfolgreich und beendeten die Meisterschaft meist in den hinteren Tabellenrängen.

Die wohl tollste Leistung der ersten Mannschaft wurde im FL-Cup-Halbfinal im Jahre 1981 vollbracht. Der Erstligist FC Vaduz wurde damals geradezu mit 5:0 vom Platz gefegt. Das Finale verlor man gegen die weitere Erstligamannschaft FC Balzers nach Verlängerung mit 0:3.

FC Ruggell: Ein Vierteljahrhundert in bescheidenem und dorfortientiertem Stil; Ruggell darf auf seinen FCR stolz sein.

Mit diesen Schlagzeilen wurde das 25-jährige Jubiläum des Vereins in den liechtensteinischen Landeszeitungen betitelt. 25 Jahre nachdem mit einer Junioren C Mannschaft in die Meisterschaft gestartet wurde, feierte man im August 1983 das Jubiläum. Nebst vielen sportlichen Aktivitäten wurde damals auch die DV des Ostschweizerischen Fussballverbandes in Ruggell durchgeführt.
Nachdem die erste Mannschaft in der Saison 1984/85 noch im hinteren Drittel der Tabelle anzutreffen war, gelang ihr ein Jahr später der bisher grösste sportliche Erfolg in der Meisterschaft. Nach einem Sieg am letzten Spieltag gegen Schaan übernahm der FC Ruggell die Tabellenspitze punktegleich mit Diepoldsau. Im Entscheidungsspiel gegen Diepoldsau in Rüthi hatten die Ruggeller die besseren Nerven, sie gewannen das entscheidende Spiel, waren somit erstmals Gruppenmeister in der 3. Liga und konnten die Aufstiegspiele in die zweite Liga bestreiten. Bemerkenswert dabei ist, dass die Mannschaft vor diesem Spiel zuerst einen einwöchigen Ausflug nach Mallorca unternahm.

Keine Chance hatte die Ruggeller dann im Aufstiegspiel gegen Bonaduz und verloren klar mit 0:3 Toren. Um überhaupt noch eine Chance für den Aufstieg zu haben, war im zweiten Aufstiegsspiel ein Sieg gegen Sargans gefordert. Aufgrund krasser Fehlleistungen des Schiedsrichters (überaus grosse Hitze!) legten beide Mannschaften nach dem Spiel Protest ein, worauf der Verband das Resultat von 3:3 nicht wertete und das Spiel nochmals ansetzte. Dieses gewann der FC Ruggell souverän, verlor dann jedoch das entscheidende Aufstiegsspiel in Rebstein gegen Bischofszell mit 1:5 und verblieb somit in der 3. Liga.

In der Saison 1988 /89 nahm auch erstmals eine Damenmannschaft des FC Ruggell an der Meisterschaft teil. Obwohl sich einige Vereinsmitglieder mit der Gründung der Damenmannschaft schwer taten, hatte die Mannschaft von Beginn weg sehr viel sportlichen Erfolg und wurde innerhalb des Vereins zu einer wertvollen Stütze.

Nach dem Umbau des Vereins- und Jugendhauses konnte der FC Ruggell im Jahre 1987 neue Umkleidekabinen beziehen.

Die 90-iger Jahre
Bereits Ende der 80-iger Jahre taten sich die Aktivmannschaften des FC Ruggell stets schwer in der Meisterschaft. Dieser sportliche Negativtrend setzte sich auch in den 90-iger Jahren fort.

Nachdem die zweite Mannschaft im Jahre 1992 in die 5. Liga abstieg, traf es in der Saison 1994/95 auch die erste Mannschaft. Nach über 20 Jahren musste die 1. Mannschaft somit den bitteren Gang in die 4. Liga antreten. Nach nur einem Jahr in der 4. Liga gelang der Mannschaft jedoch der sofortige Wiederaufstieg, wobei nach nur einem Jahr der erneute Abstieg folgte. Nach 2 Saisons in der 4. Liga konnte im Jahre 1999 der Wiederaufstieg in die 3. Liga gefeiert werden.

Den Stolz des Vereins bildeten in dieser Zeit die Junioren, wobei zwischenzeitlich über 140 Mädchen und Buben für den FC Ruggell spielten. Verschiedene Landesmeistertitel in den untersten Alterstufen bewiesen die gute Nachwuchsförderung des Vereins. Wegweisend war aber auch die Zusammenarbeit mit dem USV Eschen / Mauren, welche bei den Junioren A bis C zu grossen Erfolgen beitrug.

Anlässlich der GV am 9. März 1998 wurde der 40. Geburtstag des Vereins gefeiert. Besonders erfreulich war dabei, dass auch 4 Gründungsmitglieder ( Öhri Gerhard, Ritter Willi, Büchel Franz und Öhri Louis) an der GV teilnahmen. Büchel Franz (s’Valetis Franz), welcher mit 80 Jahren das älteste anwesende Gründungsmitglied war, benutzte dabei die Gelegenheit und richtete ein paar Worte an die Versammlung. Unter anderem erwähnte er in bezug auf die Diskussion bezüglich der Vereinsfinanzen, dass man halt früher einen Suppentag durchgeführt hätte und so zu Geld gekommen sei. In bezug auf den Damenfussball meinte er, dass man in den ersten Vereinsjahren noch eine Ohrfeige bekommen hätte, wenn man die Mädchen mit zum Fussball genommen hätte.

Im Jahre 1998 wurde auch der Grundstein für die heutige Heimstätte des FC Ruggell, den Freizeitpark Widau gelegt. Nachdem der FC Ruggell bereits ein Jahr zuvor der Gemeinde ein umfassendes Zukunftspapier vorgelegt hatte, in welchem die bestehende Infrastruktur hinterfragt und vor allem die Entwicklung des Vereins aufgezeigt wurde, berief der Gemeinderat eine Kommission mit der Aufgabe ins Leben, die Bedürfnisse des Fussballclubs, aber auch der anderen Dorfvereine in Ruggell aufzuzeigen. Nachdem diese Arbeit dem Gemeinderat im Herbst desselben Jahres präsentiert wurde, übergab dieser das Projekt im Januar 1999 einem Fachbüro zur weiteren planerischen Ausarbeitung.

Das neue Jahrtausend
Sportlich gesehen, begann das neue Jahrtausend für den FC Ruggell sehr erfolgreich. Nach über acht Jahren in der 5. Liga stieg nämlich die zweite Mannschaft im Jahre 2000 wieder in die 4. Liga auf. Ein herausragende Saison spielten auch die Damen und stiegen erstmals in der Geschichte des Ruggeller Damenfussballs in die 1. Liga auf. Ebenfalls Früchte trug im Jahre 2000 die überaus erfolgreiche Juniorenarbeit des FC Ruggell. Denn die Junioren B wurden Meister in der Eliteklasse (Aufstieg jedoch aus reglementarischen Gründen vom Verband verwehrt), die Junioren C errangen in der Eliteklasse den ausgezeichneten 2. Rang und die F-Junioren wurden FL-Landesmeister.

Freud und Leid dann im September 2000. Am 22. und 24 September stimmten die Ruggeller Bürgerinnen und Bürger nämlich dem Rahmenkredit zum Bau des Freizeitparks Widau mit überwältigendem Mehr zu, so dass der erfolgreichen Umsetzung desselben nichts mehr im Wege stand.

Die Freude der FC Familie über das Abstimmungsergebnis war jedoch getrübt durch den plötzlichen und unerwarteten Tod unseres langjährigen und verdienten Vereinsmitglieds Michael Marxer. Michael Marxer verstarb am Samstag den 23. September während eines Freundschaftsspiels unserer Senioren im Tessin in Ausübung seines geliebten Hobbys völlig unerwartet an Herzversagen. Michael Marxer war Spieler, Funktionär und Juniorentrainer und hat über viele Jahre sehr viele Aufgaben des Vereins übernommen und ausgeführt, dies ohne grosse Worte und zur Zufriedenheit aller.

Im Mai 2001 erfolgte der Spatenstich für den Freizeitpark Widau. Knapp 15 Monate später am 31. August 2002 wurde der Freizeitpark sodann feierlich eröffnet, wobei der Eröffnungstag ganz im Zeichen der Jugend stand. Damit wurde auch ein Zeichen gesetzt, dass die Anlage vor allem für die Jugend von Ruggell und Umgebung gebaut wurde.

Sportlich zeigte sich im Jahre 2001 wieder einmal die erste Mannschaft von ihrer besten Seite. Nach einem spannenden Halbfinalspiel im FL-Cup gegen den höherklassigen USV Eschen / Mauren behielt der FC Ruggell das bessere Ende für sich und zog nach 20 Jahren wieder einmal in den Cupfinal ein. Im Final hatte die Mannschaft gegen den Erstligisten FC Vaduz dann allerdings keine Chance und verlor klar mit 0:9 Toren.

In den vergangenen Jahren etablierte sich die Herrenmannschaft im Spitzenfeld der Drittliga (2006: 4. Rang; 2005: 4. Rang).

Der Frauenfussball
Der FC Ruggell ist in Liechtenstein der Verein mit der längsten Frauenfussballtradition. Mit dem Frauenfussball verbunden sind Namen wie Oskar Büchel und Hans Wohlwend, die schon Ende der 70er, anfangs der 80er Jahre das Training von Frauen-Fussballmannschaften übernahmen und mit ihrem Einsatz grosse und wichtige Pionierarbeit leisteten. Die Frauen kämpften sich bis zur ersten Liga hoch, in welcher sie sehr erfolgreich spielten.

Die Frauenmannschaft, im Jahre 2002 von Bad Ragaz übernommen, spielte bis 2006 in der höchsten Schweizer Frauenfussballiga, der Nationalliga A mit. Im Sommer 2006 dann der Abstieg in die zweithöchste Liga, der Nationalliga B, nachdem die Frauen im Frühjahr 06 noch tolle Moral bewiesen hatten und einen beinahe aussichtslosen Rückstand auf den rettenden zweitletzten Platz aufgeholt hätten. Seit 2003 hat der FC Ruggell auch eine Nachwuchs-Mannschaft im Frauenfussball gemäss den Anforderungen des SFV. Die U18 spielt in der schweizweiten U18-Frauenfussball-Nachwuchsmeisterschaft mit. Das Ziel dieser Nachwuchsmannschaft ist es, die talentierten und leistungswilligen Spielerinnen aus Ruggell und der benachbarten Region durch qualifiziertes Training und einem qualifizierten Trainerstab sukzessive an das Niveau der Nationalliga heranzuführen. Dafür trainieren die jungen Mädchen vier Mal pro Woche.

In den Reihen der Nati B-Mannschaft des FC Ruggell befinden sich auch einige SFV-Nationalspielerinnen wie Daniela Künzler (Nationalmannschaft) und Konsti Frangoulis (U17 und U19 Nationalspielerin). In den Reihen der U18 befinden sich einige OFV-U16-Auswahlspielerinnen.

Der FC Ruggell hat sich für den Frauenspitzenfussball auch auf freiwilliger Basis verpflichtet, dem vom SFV vorgegebenen Frauenfussballlabel (Anforderungskatalog bezüglich Trainerqualifikationen, Trainingsqualität, Infrastruktur etc zur Förderung des Frauenfussballs auf spitzenniveau) nachzukommen. Dies bedeutet einen grossen finanziellen und personellen Einsatz. Im November 2006 ist der FC Ruggell vom SFV überprüft worden. Er hat die Auflagen zu 100 Prozent erfüllt, was neben dem FC Ruggell nur noch drei weitere Frauenfussballvereine in der Schweiz erreicht haben!

Wenig erfreulich verlief die Entwicklung im Frauenfussball in der Saison 2007/2008. Obwohl unser Nationalliga B Team die Meisterschaft souverän gewann, blieb unseren Frauen die Rückkehr ins Fussballoberhaus verwehrt.Bereits Ende Herbst 2007 zeichnete sich ab, dass das notwendige Budget für eine wettbewerbsfähige Nationalliga A Struktur nicht zu erfüllen ist. Trotz allen Anstrengungen konnten bis Februar 2008 keine neuen Geldgeber präsentiert werden. Daraufhin hat der FC Vorstand mit klarer Mehrheit beschlossen, dass sich der FC Ruggell im Sommer vom Frauenspitzenfussball trennen muss, da die Weiterführung ohne geregelte Finanzierung für den FC nicht tragbar gewesen wäre. Dieser Entscheid wurde den Mitgliedern auch an der GV vom 28.03.2008 so kommuniziert. Leider ist es den Frauenfussballverantwortlichen bis Ende Juni 2008 nicht gelungen, eine andere Lösung zur Weiterführung des Frauenspitzenfussballs (Vereinsgründung, Integration in den LFV oder Anschluss an einen anderen Verein) zu finden, woraufhin das Team vom Meisterschaftsbetrieb abgemeldet werden musste. Das U18-Nachwuchsteam musste mangels Spielerinnen bereits im Frühjahr 2008 vom Spielbetrieb zurückgezogen werden.Der FC Ruggell konzentriert sich fortan wieder auf den Frauenbreitenfussball, insbesondere auf den Aufbau von Mädchenteams und hofft dadurch, in einigen Jahren wieder ein Frauenaktivteam stellen zu können. Erste Erfolge scheinen sich bereits einzustellen, so trainieren seit Herbst einige Mädchen fleissig unter der Leitung von Tanja Sele. Der FC Ruggell unterstützt die Bestrebungen des LFV’s in Sachen Frauenfussball voll und ganz und hofft auf weiteren Zulauf aus den umliegenden Gemeinden, so dass der Frauenfussball im Liechtensteiner Unterland bald wieder zu alter Blüte zurückfinden möge.

FC RUGGELL


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